Hochprozentige CFDs
Die Welt trinkt nicht nur Bier, auch Hersteller höherprozentiger Spirituosen sind als CFD handelbar. Dabei rief sich zuletzt - dank einer aufwendigen Kampagne mit der US-Schauspielerin Jessica Alba - ein italienischer Markenhersteller ins Bewußtsein zurück. Die Rede ist von Davide Campari-Milano (CFD-Kürzel: CPRI), ein Unternehmen, das in weltweit über 190 Ländern seinen berühmten Aperitif vertreibt. Neben Campari gehören auch Kultgetränke wie Glen Grant oder Ouzo 12 zum Markenportfolio der Italiener.
Trotz seiner globalen Aktivität sind die wichtigsten Märkte für Davide Campari-Milano immer noch Italien und Amerika, wo mehr als zwei Drittel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet werden. Europa trägt nur etwa 20 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei.
Seit März 2009 kennt die Aktie nur noch eine Richtung: Aufwärts. Ohne größere Rücksetzer stieg der Wert von gut 3,80 Euro auf zuletzt fast 6,00 Euro.

Einen guten Schluck in Ehren kann niemand verwehren?
Eine weniger erfreuliche Entwicklung nahm der französische Wein- und Whiskeyfabrikant Pernod-Ricard (CFD-Kürzel: RI). Auch die Franzosen erreichten im Verlauf März/April 2009 einen vorläufigen Tiefpunkt bei 38,50 Euro. Jedoch erholte der Aktienkurs sich seitdem nur sehr zögerlich bis auf 47,50 Euro im Mai und fiel zuletzt sogar wieder leicht auf ca. 44,20 Euro.
Aktuell schickt Pernod-Ricard sich an, Auflagen des Kartellamtes für die 2008 gestattete Übernahme des schwedischen Wodkaproduzenten Vin & Sprit zu erfüllen. Um keine zu dominante Marktposition einzunehmen, müssen einige Marken abgestoßen werden. Bis Ende Juni sollen für ca. 575 Mio. Dollar sowohl die Whiskeymarke “Wild Turkey” als auch die Likörmarke “American Honey” an die Campari-Gruppe verkauft werden.

"Ich trink Ouzo, was machst Du so?"...
Auch der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo (CFD-Kürzel: DGE) ist Teil unseres CFD-Sortiments. Das britische Unternehmen ist global vertreten, wobei die Hauptabsatzmärkte Europa und Nordamerika gemeinsam für rund 80 Prozent des Umsatzes sorgen. Dabei werden einige der bekanntesten Alkoholmarken angeboten, wie beispielsweise Guinnes, Dimple, Johnnie Walker oder Smirnoff.
Im Mai meldete Diageo einen Umsatzrückgang von sieben Prozent in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/2009. Dabei war vor allem der Absatzrückgang auf dem russischen Markt für das Ergebnis verantwortlich. Die Geschäftsführung rechnet für das laufende Jahr dennoch mit leichten Gewinnzuwächsen.
Diageo expandiert: Die Übernahme des Europa-Vertriebs der französischen Likörmarke Grand Marnier ist in vollem Gange. Die ohnehin bereits in 150 Ländern erfolgreiche Marke soll durch das weit verzweigte Diageo-Netzwerk ihr Potential noch weiter ausschöpfen. Ab dem 1. Juli werden Deutschland und Österreich integriert. Langfristig sollen auch die verbleibenden Märkte in das britische Spirituosenimperium integriert werden.

Spirituosen-CFDs für stilbewußte Trader...
Gleichzeitig läuft eine Kooperation mit dem US-amerikanischen IT-Dienstleister Computer Sciences Corp (CFD-Kürzel: CSC) an. Der Softwarespezialist soll eine neue, moderne Lösung für die weltweite Logistikstruktur der Briten finden. CSC nutzt dabei ein auf SAP Software basierendes System und entwickelt dieses weiter. Der Auftrag soll über viereinhalb Jahre laufen und den Amerikanern rund 7 Mio. Dollar einbringen. Darüber hinaus wurde ein bereits bestehender Vertrag über das IT-Outsourcing Diageos an CSC um fünf Jahre verlängert. Dieser Auftrag hat einen Wert von gut 28 Mio. Dollar.
Der Aktienkurs von Diageo erreichte im April einen Jahrestiefstand bei 722 Pence, erholte sich Anfang Mai rapide auf gut 896 Pence und befindet sich aktuell nach einem zwischenzeitlichen Absacker wieder in einem leichten Anstieg. Ende Juni notierte das Papier bei 874 Pence.
Matthias Protzel






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