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BMW bleibt standhaft

    Do, 11/03/2010 - 15:32 – M.Protzel

    Wie erwartet musste der bayrische Automobil- und Motorradbauer BMW (CFD-Kürzel: BMW) 2009 mit Absatzrückgang und Umsatzschwund kämpfen. Der von vielen Analysten erwartete Absturz blieb jedoch aus: Wie BMW in seiner demonstrativ vorverlegten Bilanzvorlage mitteilen konnte, blieb das Unternehmen sogar in den schwarzen Zahlen.

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Ergebnis vor Steuern um 17,7 Prozent auf 413 Mio. Euro verbessert werden. Nach Abzug der Steuern fiel das Ergebnis allerdings um satte 36,4 Prozent auf 210 Mio. Euro. BMW gibt die gestiegene Steuerquote als Grund für diesen Einbruch an. Die meisten Experten hatten allerdings mit maximal 174 Mio. Euro Gewinn gerechnet.Der Umsatz fiel 2009 um 4,7 Prozent auf 50,68 Mio. Euro.

    Der weltweite Automobilabsatz ging um 10,4 Prozent zurück, die Bayern verkauften über ihre Marken BMW, Mini und Rolls-Royce noch rund 1,29 Mio. Automobile. Die Marke BMW allein erlebte mit rund 1,07 Mio. Fahrzeugen einen Absatzrückgang von 11,1 Prozent.


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    Besonders Brasilien, Indien und China taten sich als Wachstumsmärkte hervor. In Indien stieg die Absatzquote um 24,4 Prozent auf 3.619 Einheiten, in China um 37,5 Prozent auf 90.536 Fahrzeuge. In Brasilien gelang BMW mit 6.398 verkauften Automobilen ein sagenhafter Sprung von 118,8 Prozent.

    Der nach wie vor wichtigste Absatzmarkt Deutschland bescherte dem Unternehmen einen Absatzrückgang von 9,4 Prozent. Es wurden noch 258.012 Fahrzeuge verkauft. In den USA ging der Absatz mit einer Stückzahl von 196.502 sogar um 20,3 Prozent zurück.

    Die Motorradsparte lieferte 2009 weltweit 87,306 Krafträder aus, 14,1 Prozent weniger als im Vorjahr.
    Mit seinen Finanzdienstleistungen konnte BMW dagegen punkten: Im Jahresverlauf konnte das EBIT auf 355 Mio. Euro gesteigert werden. 2008 hatte man noch Verluste von 216 Mio. Euro hinnehmen müssen. Der Umsatz stieg minimal von 15.725 auf 15,798 Euro.

    Um die positive Entwicklung beizubehalten - die BMW-Aktie stieg nach Bekanntgabe der Zahlen zwischenzeitlich auf über 33,0 Euro - legten die Münchener noch einmal nach: Auch 2010 soll die Dividende bei 30 Cent pro Aktie stabil bleiben. Die Konkurrenz von Daimler (CFD-Kürzel: DAI) hatte bereits 2009 seine Dividende eingestampft.

    Zum Jubeln ist es allerdings noch viel zu früh: 2010 dürfte ein hartes Jahr für die gesamte Branche werden. Die Umstellung auf energieeffizientere Antriebe und der Ausbau des Kleinwagensegments dürften eine Schlüsselrolle spielen. Für einen Konzern, der seine Bekanntheit nicht zuletzt Schlachtschiffen wie dem 7er BMW verdankt, ein hartes Brot. Besonders die Entwicklung der Marke Mini sollte daher im Blickfeld des interessierten CFD-Traders bleiben.

    Die BMW-Aktie verlor im Tagesverlauf schnell wieder an Fahrt und notierte zuletzt bei 32,50 Euro.

    Matthias Protzel

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