Die Winterspiele in Vancouver und die teilnehmenden CFD-Werte
Der erste echte Winter des neuen Jahrtausends hat Mittel- und Nordeuropa nach wie vor fest im Griff. Zwar schliddern und frieren sich viele Europäer immer noch durch die verbleibenden Wochen bis zum Frühjahr, doch Winter muss nicht gleichbedeutend mit Frust sein. Schließlich gibt es zahlreiche Aktivitäten und Sportarten, die nur bei Eis und Schnee möglich sind. So konnten wir Hamburger uns erst kürzlich zum ersten Mal seit 13 Jahren in großer Zahl auf den zugefrorenen Gewässern der Hansestadt tummeln. Der ganz große Sport findet momentan jedoch im Ausland statt.
Im kanadischen Vancouver und den umliegenden Ortschaften wird seit dem 12. Februar die 21. Winterolympiade ausgetragen. Das Motto der Kanadier "With glowing hearts" (Mit glühenden Herzen) trifft auf die wintersportbegeisterten Deutschen und ihre südlichen Nachbarn Österreich und Schweiz ebenfalls zu. Alle drei Nationen durften sich berechtigte Hoffnungen auf zahlreiche Medaillen machen, haben mittlerweile sogar schon etliche gewonnen.

Schauplatz der Indoor-Wettbewerbe: Richmond Olympic Oval...
So wird uns auch beim Zuschauen schnell warm und wir sehen, dass Schnee und Eis auch sehr viel Spaß machen können. Leider werden die Spiele dieses Mal durch den tragischen Todesfall des georgischen Rennrodlers Nodar Kumaritaschwili überschattet. Immer schnellere und riskantere Strecken und Pisten sollen Sensationsgier und Nervenkitzel in die Höhe treiben und das Publikum anlocken. Selten standen olympische Spiele derart im Zeichen des Profits: Selbst für die Teilnahme an Siegerehrungen müssen Zuschauer erstmals rund 20 Dollar zahlen.
Da hat es der CFD-Trader am heimischen Computer deutlich leichter. Gefahr für Leib und Leben besteht nicht, während die Olympiade für verschiedene CFD-Werte Gewinne an Image, Publicity und natürlich hartem Cash verspricht. Im Folgenden werden wir uns einige der Unternehmen ansehen, die ein derartiges sportliches Großereignis zu Höchstleistungen anspornen kann.
Perfektion der Dynamik
Bei vielen Wintersportarten spielt der technische Aspekt eine große Rolle. Besonders deutlich wird dies in Disziplinen wie Bob, Rodeln oder auch Biathlon und Ski, wo die Qualität des Materials genauso über Sieg oder Niederlage entscheidet, wie die Form der Athleten. Doch muss bereits der Bekleidung der Sportler eine enorme Aufmerksamkeit gewidmet werden, schließlich dienen die Trikots und Overalls nicht nur dazu, ihre Träger zu wärmen. Aerodynamik ist das Zauberwort. Um der Konkurrenz einige kostbare Hundertstelsekunden abzuringen, verbringen Textilien und Verbundstoffe für Schneeanzüge und Sturzhelme hunderte Stunden in Windkanälen und Testlabors, bevor sie für pistentauglich erklärt werden.
Für die Ausrüster der Olympiamannschaften ergeben sich somit ganz besondere Herausforderungen. Ein Sportereignis der Größenordnung olympischer Winterspiele ist also nicht nur als Kräftemessen der Sportler zu verstehen, sondern auch als verbissener Wettbewerb der Sportartikelkonzerne.
Der deutsche Traditionskonzern Adidas (CFD-Kürzel: ADS) versteht sich bestens darauf, dank technologischen Vorsprungs sportliche Legenden zu schmieden. Diese Entwicklung begann 1954 mit der Einführung der Schraubstollen bei der Fußball-Weltmeisterschaft und dem damaligen deutschen Turniersieg.
Auch für Vancouver 2010 haben die Herzogenauracher Ingenieure sich kräftig ins Zeug gelegt: Bereits drei Jahre vor Beginn der Spiele begannen intensive Versuchsreihen mit den neuesten Materialien und unter Einbindung der Top-Athleten, die sich später darin einhüllen sollten.
Gegenüber den für deutsche Athleten überaus erfolgreichen Winterspielen von Turin 2006 konnten noch einmal gut 25 Prozent Gewicht bei der Wettkampfkleidung eingespart werden. Die Anzüge bestehen aus mehreren Schichten, den sogenannten "Baselayern", wobei jedem einzelnen Sportler die Möglichkeit gegeben ist, seine Kleidung mit verschiedenen Arten von Baselayern auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Technische Perfektion und Athletik sind gleichermaßen bedeutsam für den modernen Wintersport...
Je nach Sportart wurden Silikonnoppen an den Kombinationen angebracht, für Rodler beispielsweise an den Sohlen, zwecks besserer Bremswerte. Rodler und Skeletonfahrer werden von Adidas in hyperaerodynamische Monturen gesteckt, um die enorm schnellen Bahnen im Wettkampfort Whistler perfekt ausfahren zu können. Gut 1.000 Athleten aus 16 Nationen kleiden sich bei den diesjährigen Spielen in Adidas. Damit besitzt die deutsche Marke eine unübertroffene Präsenz unter den Ausrüstern in Vancouver.
Sogar der große Konkurrent Nike (CFD-Kürzel: NIKE (US)) rückt dagegen in den Hintergrund. Das US-Unternehmen ist zwar bei den Eishockeytrikots aktiv und rüstet unter anderem die Teams der USA und des kanadischen Gastgebers aus, tritt jedoch in der Breite der Spiele eher dezent auf. Selbst auf der offiziellen Homepage wird das Engagement in Vancouver nicht hervorgehoben.
Am 3. März wird Adidas die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2009 verkünden. Dabei dürfte sich bereits zeigen, ob die Winterspiele für einen weiteren Schub sorgen konnten oder ob sich die Herzogenauracher noch bis zur Fußballweltmeisterschaft im Sommer gedulden müssen.
Um seine Popularität muss sich Adidas derweil nicht sorgen. Das Unternehmen wurde im Januar in einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics zur beliebtesten Marke in Deutschland gewählt.
Auch im Ausland erfreuen sich Adidas-Produkte ungebrochener Beliebtheit. Seinen neuesten Auswuchs erfuhr der Kult um die drei Streifen mit dem Start der Star-Wars-Produktreihe ebenfalls im Januar 2010. Dank einer Kooperation mit den Star-Wars-Machern von Lucasfilm Arts sind nunmehr einige der erfolgreichsten Sportartikel aller Zeiten verziert mit den Symbolen und Charakteren aus einer der erfolgreichsten Science Fiction-Story aller Zeiten erhältlich: Eine im doppelten Sinne zukunftsträchtige Zusammenarbeit also.
Die Adidas-Aktie hat seit Jahresbeginn einiges an Wert eingebüßt, sie fiel von 40,00 auf 34,50 Euro Anfang Februar, konnte sich zuletzt jedoch wieder auf 37,00 Euro erholen. Interessanterweise begann der erneute Anstieg fast zeitgleich mit Eröffnung der Spiele in Vancouver.
Glücksspiel auf Glatteis
Wenn sportliche Großereignisse anstehen, spricht man beim österreichischen Online-Wettanbieter Bwin Interactice Entertainment (CFD-Kürzel: BWIN (Aut)) von "zusätzlichen Monaten". Damit sind die zusätzlichen Einnahmen gemeint, die dem Weltmarktführer für Internetglücksspiele und Onlinewetten durch das enorme Wettaufkommen beschieden sind. In diesem Jahr wird zwar erst die Fußballweltmeisterschaft zum großen Profitbringer für das Wiener Unternehmen, doch auch die Spiele in Vancouver liefern ein gern genommenes Zubrot.
Für Wintersportbegeisterte gibt es nichts größeres als die Winterolympiade, allerdings gibt es weltweit deutlich weniger Freunde des kalten Sports, als Anhänger des runden Leders. Immerhin herrscht ungebrochenes Interesse in der Heimat Bwins, wobei besonders die alpinen Wettbewerbe wie Skispringen oder Abfahrtsläufe im Fokus stehen. Tschechische Wetter tippen dagegen laut Bwin lieber auf Eishockeyergebnisse. Somit wird deutlich, dass nationale Wettvorlieben stark durch die jeweiligen Nationalsportarten geprägt sind. Da Fußball nahezu überall beliebt ist, steht von vornherein fest, welches Großereignis gewinnt.

Voller Einsatz, hohes Risiko: Sportwetten bei Olympia - Auch Snowboarden gehört dazu...
Dennoch bietet Bwin während der Spiele rund 10.000 verschiedene Wetten an, wobei das olympische Eishockeyturnier sofort als zentraler Sympathieträger erkennbar wird. Kaum ein anderer Wettbwerb dürfte in so vielen Ländern mit ähnlicher Aufmerksamkeit verfolgt werden, auch wenn die Zeiten längst vorbei sind, in denen Ost und West ihren Kalten Krieg auf dem olympischen Eis austrugen.
Ende Februar erhielt Bwin psychologischen Auftrieb, als das Unternehmen als bester Wettanbieter des Jahres 2009 ausgezeichnet wurde. Dazu kommt die Auszeichnung als beste österreichische Aktie 2009 durch das Aktienforum Börse Express.
Im gesamten jungen 21. Jahrhundert gab es keinen erfolgreicheren österreichischen Wert als den Wiener Glücksspielspezialisten. Seit dem Börsengang im März 2000 konnten Kurszuwächse von über 500 Prozent erzielt werden.
Derart mental gedopt, soll diese beeindruckende Bilanz auch 2010 ausgebaut werden. 2009 war kein überragendes Jahr für die Branche, deren Umsätze im Bereich von 230 Mrd. Euro stagnierten. Das Geschäft mit Onlinespielen wuchs im gleichen Zeitraum um 13,6 Prozent auf 17,5 Mrd. Euro. Viele Experten sehen hier die Zukunft des Wettgeschäfts. Im laufenden Jahr werden zudem in zahlreichen europäischen Staaten Entscheidungen zur gesetzlichen Glücksspielregulierung erwartet. In Italien sind z.B. seit kurzem neben Sportwetten auch wieder Pokerwetten erlaubt.
Aktuell wird in der Presse des Alpenlandes über eine mögliche Akquisition des britischen Wettbewerbers PartyGaming (CFD-Kürzel: PRTY (UK)) spekuliert. Während Bwin die Spitzenposition bei Sportwetten innehat, bietet PartyGaming mit seiner Stärke im Online-Poker viel Ergänzungspotential. Bisher werden die Vermutungen weder bestätigt noch dementiert, was darauf hinweist, dass zumindest Gespräche geführt werden.

Liegt manchem schwer im Magen, ist aber spannender als man glaubt: Olympisches Curling...
Die Bwin-Aktie konnte bisher nicht von den Spielen profitieren. Sie begann stattdessen nahezu zeitgleich mit Beginn der Olympiade zu sinken und fiel von 44,30 auf zuletzt 41,50 Euro. Dennoch sollte es sich lohnen, Bwin weiter zu beobachten und einen Einstieg in der Durststrecke zwischen Vancouver und Südafrika zu erwägen.
Heiße Burger, kühle Drinks
Ein jedes sportliches Großereignis wird auch von den unvermeidlichen Sponsoren aus der Lebensmittel- und Getränkebranche geprägt. Unter diesen gehören vor allem Coca-Cola (CFD-Kürzel: KO (US)) und der Fastfoodriese McDonald´s (CFD-Kürzel: MCD (US)) bereits zum festen Inventar.
Der Getränkekonzern Coca-Cola hat sich für die Olympischen Spiele einen besonderen Werbegag einfallen lassen: Die Repräsentanten des Konzerns bei den Spielen tragen Jacken, die zum Teil aus recycelten Plastikflaschen - bis zu 120 pro Uniform - bestehen.
Neben dem Werbeeffekt für die ohnehin bekannteste Marke der Welt, verspricht man sich bei Coca-Cola vor allem handfeste Gewinne von den bisher (für Besucher) teuersten Spielen aller Zeiten. Wo Unmengen von Sportfans sich die Kehle heiser jubeln, dürften auch etliche tausend Liter der braunen Brause verköstigt werden.
Seit Anfang Februar hat die Coca-Cola-Aktie ihre Abwärtsbewegung unterbrochen und stieg seitdem von 52,50 auf zuletzt 55,50 Dollar. Die Geschäftsführung scheint derweil mit einem guten Jahr zu rechnen: Zum 48. Mal in Folge wurde die Jahresdividende erhöht. Für 2010 sollen 1,76 Dollar pro Aktie ausgeschüttet werden.
Burgerbräter McDonald´s macht traditionell auf jedem Großereignis gute Geschäfte. Alle großen Städte der westlichen Welt sind bereits gespickt mit den eigenen Filialen, die Infrastruktur steht. Das Essen ist verhältnismäßig günstig, was McDonald´s bereits im Vorjahr zu satten Profiten mitten in der weltweiten Krise verhalf.

Mit glühenden Herzen: Publikumsmagnet Eishockey. Danach dorthin wo die Burger glühen?
Die Aktie befindet sich seit Anfang Februar im Aufwind und stieg von 62,50 auf zuletzt 65,00 Dollar. Auch der Fastfoodkonzern rechnet 2010 dank zweier sportlicher Großereignisse mit weiteren, deutlichen Kursgewinnen.
Aktuell kann dem Weltmarktführer wohl nur noch der Erzrivale Burger King auf die Bulette spucken. Burger King gab kürzlich ein Bündnis mit der Kaffeehauskette Starbucks (CFD-Kürzel: SBUX (US)) bekannt und will deren Produkte zukünftig in den eigenen Filialen anbieten. Dabei handelt es sich um eine klare Retourkutsche für die McCafé-Offensive, durch die McDonald´s ernsthaft in Starbucks Revier zu wildern begann.
Ob die Notgemeinschaft aus Burger King und Starbucks Aussicht auf Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Immerhin entstehen besonders für Burger King nicht unbeträchtliche Kosten, da 7.250 Filialen umgerüstet werden müssen. Dafür dürfte das Fast Food-Unternehmen auch die größeren Gewinne einstreichen. Bislang hatte Burger King eine eigenes Kaffeprodukt namens BK Joe im Angebot. Dass diese vermutlich keinem Leser bekannt ist, sagt alles über den Erfolg dieser Attacke auf McDonald´s aus.
Olympia in drei Dimensionen
Der japanische Elektronikkonzern Panasonic (CFD-Kürzel: 6752 Matsus (Jp)) nutzt seine Präsenz als Sponsor der Winterolympiade, um seine neuesten Technologien ins Rampenlicht zu stellen. Spätestens seit James Camerons Blockbuster Avatar ist das dreidimensionale Kino in aller Munde. Panasonic ist in Vancouver mit einem Full HD 3D Kino präsent und kann Besuchern seines Pavillons die sportlichen Highlights des Tages in drei Dimensionen präsentieren. Auch das Video des Eröffnungssongs der Opernsängerin Sarah Brightman wird dort werbewirksam vorgeführt. Der Song "Shall Be Done" eröffnete übrigens keineswegs die Olympischen Spiele, sondern Panasonics Olympia-Pavillon und bringt das neue offizielle Motto des Hightechriesen zum Ausdruck.
Die Japaner haben sich offensichtlich vorgenommen zu den ersten Anbietern zu gehören, welche die neue Technologie weiterentwickeln und ihr volles Potential ausschöpfen. Aktuell stellt das Unternehmen verschiedene Produkte vor, die alle das Prädikat "3D" tragen.

Mit der richtigen Optik satte Gewinne mit CFDs einfahren...
So beispielsweise die zweiäugige 3D-Kamera AG-3DA1. Das Gerät ist mit drei Kilogramm Gewicht erfreulich leicht und mit einem Preis von gut 21.000 US-Dollar klar für den professionellen Gebrauch vorgesehen. Die Kamera soll im Herbst 2010 auf den Markt kommen. Auch wenn Otto Normalverbraucher noch einige Jahre warten muss, bis erschwingliche Hobby-3D-Kameras erhältlich werden, stellen Entwicklungen wie diese dennoch erste Schritte zum dreidimensionalen Videomainstream der Zukunft dar.
Passenderweise hält Panasonic auch schon den ersten Blu-ray-Recorder/Player für 3D-Fernseher bereit, die sich natürlich auch unter den Produkten der Japaner finden werden. Diese werden zunächst auf den japanischen Markt abgestimmt sein, welcher traditionell zuerst von den Entwicklungen der heimischen Konzerne profitiert. Doch auch der Rest der Welt wird nicht lange auf Panasonics 3D-Offensive warten müssen, schließlich will das Unternehmen nicht nur in Asien, sondern weltweit eine Vorreiterrolle in der neuen Technologie übernehmen.
Fazit
Für die Athleten endet der olympische Zauber am 28. Februar, worauf sie sich mitsamt ihrer Medaillen oder zumindest mit dem guten Gefühl, dabeigewesen zu sein, auf den Heimweg machen werden. Für Sponsoren und Ausrüster beginnt dann die Zeit, in der Bilanz gezogen wird.
Von der Rangfolge her stehen die Winterspiele ganz klar an zweiter Stelle hinter der Fußballweltmeisterschaft. Für viele Sponsoren besitzt Vancouver daher auch den Charakter einer Generalprobe für das globale Megaereignis im Sommer. Technologische Spielereien wie Panasonics 3D-Kino werden bei zukünftigen Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken sein.

Byebye Olympia: An diesem Wochenende endet auch das sportliche Großereignis...
Ähnlich wie im olympischen Geist, ist es zwar schön und gut mitzumischen, doch Gold gewinnt am Ende nur einer. In den Bereichen Unterhaltungselektronik, Sportausrüstung und Onlinewetten wird 2010 ein wegweisender Wettstreit entbrennen. Wir haben Ihnen oben einige Werte vorgestellt, die zu den großen Favoriten in ihren Disziplinen gehören.
Als CFD-Trader können Sie immer gewinnen, ob es für die Werte im Slalom bergab geht oder sie wie die Skispringer abheben. Dank der Möglichkeit, auf fallende wie auf steigende Kurse zu wetten, machen auch Verlierer Sie zum Gewinner. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen glühende Herzen und goldene Trades.
Matthias Protzel






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