Die Aktie des französischen Reifenherstellers Michelin (CFD-Kürzel: ML (fr)) verlor am Freitag an der Pariser Börse nach Bekanntgabe der Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 über vier Prozent an Wert. Besonders die Restrukturierungskosten von 412 Millionen Euro in Frankreich, USA und Japan bewirkten einen Rückgang des Nettogewinns um 70,6 Prozent auf 106 Millionen Euro. Daneben belastete der Nachfragerückgang am PKW- und Nutzfahrzeugmarkt und ließ den Umsatz auf 14,8 Milliarden Euro sinken.
Prognosen für das laufende Geschäftsjahr will die Unternehmensführung in Clemont-Ferrand zurzeit nicht wagen. Vorsichtig positiv für die zukünftige Unternehmensentwicklung bewerten die Analysten allerdings die weltweit niedrigen Lagerbestände. Steigende Rohstoffpreise könnten 2010 das Ergebnis hingegen abermals belasten.

(Quelle: Tyre Business)
Michelin plant trotz seiner vorsichtigen Prognosen ein offensives Geschäftsjahr mit weiteren Kosteneinsparungen und geichzeitiger Expansion auf den Märkten der Schwellenländer China, Indien und Brasilien. Dabei werden sich die Franzosen voraussichtlich auch 2010 wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem japanischen Konkurrenten Bridgestone (CFD-Kürzel: 5108 Bridgestone (Jp)) liefern. CFD-Trader sollten in jedem Fall den Gesamtmarkt im Auge behalten: Weitere wichtige Player der internationalen Reifenindustrie sind Goodyear (CFD-Kürzel: GT (US)), Pirelli (CFD-Kürzel: PECI (It)) und Continental (CFD-Kürzel: CON (Ger)).
Sven Grönwoldt






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