Der französische Transportspezialist und Kraftwerksproduzent Alstom (CFD-Kürzel:ALS (Fra)) startet verhalten in das neue Jahr 2010. Das einstige Staatsunternehmen konnte für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatzanstieg von drei Prozent auf 4,69 Mrd. Euro vermelden. Allerdings hatten Analysten mit einer deutlich stärkeren Erholung gerechnet.
Es bleibt weiterhin schwer, die Chancen Alstoms zu bewerten, da die Auftragslage im gesamten Industriesektor weiterhin ungewiss ist. Den Franzosen gelang es zumindest, den Auftragsrückgang im dritten Quartal abzubremsen. So standen Ende Dezember neue Aufträge in Höhe von 4,22 Mrd. Euro in den Büchern. Damit blieb Alstom 31 Prozent hinter dem Vorjahresbestand von 6,12 Mrd. Euro zurück. Allerdings stellt die neue Wegmarke eine deutliche Steigerung gegenüber dem zweiten Quartal dar, als nur ein Volumen von 2,37 Mrd. Euro zu verzeichnen war.

Klart der Himmel für Alstom auf oder ziehen Wolken herauf?
Es besteht nach wie vor nur wenig Hoffnung auf eine baldige Erholung der Auftragslage, auch die Chefetage Alstoms will momentan keinerlei definitiven Prognosen für die Zukunft abgeben. Dennoch bleibt das Unternehmen seinem Ziel treu, für das auslaufende Geschäftsjahr 2009/2010 eine operative Gewinnmarge von rund neun Prozent zu erreichen.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Monate Januar bis März für die Industriebranche entwickeln. In der kommenden Woche stehen zudem die Quartalszahlen des großen Konkurrenten Siemens (CFD-Kürzel: SIE) an, welche einen umfassenderen Blick auf die Situation der Branche möglich machen sollten.
An der Börse musste Alstom deutliche Verluste hinnehmen: Im Tagesverlauf fiel das Papier von 52,50 Euro auf zuletzt 51,50 Euro ab. Nachdem die Aktie vorige Woche noch auf 55,00 Euro geklettert war, sind jetzt kurzfristig eher weitere Einbrüche zu befürchten.
Matthias Protzel






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